Liebe Weilheimerinnen und Weilheimer,

leider sind die Corona-Infektionszahlen in Deutschland sehr stark gestiegen.

Immer mehr Menschen liegen auf unseren Isolier- und Intensivstationen in unseren Krankenhäusern. 

Sollte die Zahl der Infizierten weiterhin so rapide ansteigen, käme unser Gesundheitswesen an seine Grenze, bzw. würde überfordert werden. Es wäre folglich nicht mehr gewährleistet, dass jeder Corona-Kranke die bestmögliche medizinische Versorgung, oder gar einen entsprechenden Platz im Krankenhaus  erhält.

 

Deshalb haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, einen neuen „Lockdown light“ für den Monat November einzuführen. 

Dies hat erhebliche Einschränkungen für uns alle zur Folge. Ministerpräsident Markus Söder fasste in seiner Regierungserklärung am 30.10.2020 die Maßnahmen folgendermaßen zusammen: "Kontakte reduzieren, Veranstaltungen absagen, Freizeiteinrichtungen schließen und, was viele besonders trifft, die Gastronomie und die Kultur herunterfahren." 

(Die Maßnahmen im Detail sind untenstehend aufgeführt.)

 

Die Entscheidung, das öffentliche Leben derart einzuschränken, war sicher keine leichte Entscheidung. Es geht aber um das gesundheitliche Wohl von uns allen, es geht um den Schutz vor gegenseitiger Ansteckung – und es gilt, die Situation zu vermeiden, dass Ärzte über Leben und Tod einzelner Corona-Infizierter entscheiden müssen, weil angesichts zu vieler Kranker zu wenig spezifische Behandlungsmöglichkeiten vorhanden sind. Hinter jedem Corona-Kranken steckt ein Menschenleben, und jedes Leben ist wertvoll und kostbar.

Alle, die im medizinischen Bereich tätig sind, stehen an der vordersten Front im Kampf gegen Corona. Auch sie gilt es, zu schützen und zu unterstützen. 

Ihnen allen gilt unsere größte Anerkennung und unser herzlichster Dank!

Wir wissen, wie schwer es ist, mit dem momentanen Ausnahmezustand zurecht zu kommen. Wir alle stehen als Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen.

Nur gemeinsam können wir diese bestehen, indem wir Solidarität und Zusammenhalt beweisen.

 

Das beginnt damit, indem wir weiterhin vor Ort einkaufen, dass wir uns ein Mittag- oder Abendessen von unseren Weilheimer Restaurants holen oder bringen lassen und endet mit der Rücksichtnahme auf unsere Mitmenschen, indem wir Masken tragen, Abstand halten, keine Partys feiern, oder geduldig auf unser Fitnessstudio oder den Konzertbesuch verzichten. 

 

Wirtschaftliche Einbußen entstehen selbstredend auch durch einen „Lockdown light“.

Der Bund unternimmt große Anstrengungen, die finanziellen Auswirkungen abzumildern, wenngleich uns klar ist, dass es immer noch Berufssparten gibt, bei denen im Hinblick auf die finanzielle Unterstützung nachgebessert werden muss.

Außerdem sind nicht nur Betriebe betroffen. Sondern auch ganz viele Arbeitnehmer im niedrigen Einkommensbereich, denen 70% Kurzarbeitergeld nicht für den monatlichen Lebensunterhalt reichen.

Es musste aber eine Priorisierung vorgenommen werden, denn die Alternative wäre die Schließung von Schulen und Kitas gewesen, womit wiederum Arbeitsplätze nicht hätten ausgefüllt werden können und die Wirtschaft weiteren Schaden erlitten hätte.

 

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Darum geht es zu kämpfen und es gilt, eine Pandemie zu bekämpfen. Das erfordert auch unbequeme Entscheidungen. 

In einem guten Miteinander und indem wir beweisen, dass wir füreinander da sind, aufeinander Rücksicht nehmen und bereit sind, Einschränkungen mitzutragen, werden wir die Krise meistern.

 

Wir wünschen Ihnen alles Gute und bitte bleiben Sie gesund!

Klaus Gast,CSU Ortsvorstand Marnbach-Deutenhausen

 

Lockdown light – Regeln:

 

Das bayerische Kabinett beschloss in einer Sondersitzung, die Bund-Länder-Beschlüsse im Freistaat eins zu eins umzusetzen. Die Einschränkungen sollen voraussichtlich bis Ende November befristet sein.  

Ein Überblick über die Maßnahmen: 

 

 

Strenge Kontaktbeschränkungen

Kontakte zu Menschen aus anderen Haushalten sollen auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden.Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum gilt dann, dass sich maximal zwei Hausstände treffen dürfen, in jedem Fall aber maximal zehn Menschen. 

 

 

Auf nicht notwendige private Reisen verzichten 

Die Politik fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, grundsätzlich auf "nicht notwendige private Reisen" zu verzichten - ebenso auf Besuche, auch von Verwandten. Von überregionalen Ausflügen sollte man ebenfalls absehen. 

Hotels, Pensionen und Anbieter von Ferienwohnungen dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Nur Geschäftsreisende dürfen dort übernachten.

 

 

Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen

Komplett schließen bis voraussichtlich Ende November alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen im weiteren Sinne: Von Opern, Theatern, Museen und Kinos über Freizeitparks, Zoos, Spielhallen und -banken, Wettannahmestelle